Nationalpark Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern ist der größte Nationalpark Österreichs und der Alpen sowie des gesamten mitteleuropäischen Raumes außerhalb von Meeresschutzgebieten. Er umfasst weite Teile des zentralalpinenHauptkammes der Ostalpen Österreichs im Bereich der Hohen Tauern zwischen den Quellen der IselMöllMur und Salzach und erstreckt sich über 100 km von Ost nach West sowie über 40 km von Nord nach Süd. Er hat bei einer Fläche von über 1800 km² Anteil an den österreichischen Bundesländern SalzburgTirol und Kärnten.

Charakteristisch für den Nationalpark Hohe Tauern sind ausgedehnte Gletscherfelder (rund 130 km²), eiszeitlich geformte Täler mit imposanten Talschlüssen, mächtige Schwemm- und Murenkegel, alpine Gras- und Strauchheiden, aber auch ausgedehnte Wälder mit Lärchen, Fichten und Zirben.

Der Nationalpark Hohe Tauern besteht seit 1981, und war der erste der Nationalparks in Österreich.

Es gibt

  • über 300 Berggipfel mit über 3.000 m Seehöhe
  • 342 Gletscher mit einer Gesamtfläche von 130 km²
  • 279 Bäche, davon 57 Gletscherbäche
  • 26 bedeutende Wasserfälle (unzählige kleinere Wasserfälle)
  • 551 Bergseen zwischen 35 m² und 27 ha

Bekannte Sehenswürdigkeiten des Nationalparks sind die Krimmler Wasserfälle, die Umbalfälle, der Gletscherlehrweg Innergschlöss (Matrei in Osttirol) und die Franz-Josefs-Höhe am Großglockner.

Der Nationalpark ist durch eine der meistbefahrenen Übergänge der Alpen, die Großglockner-Hochalpenstraße, die das Gebiet vollständig durchquert und auch zerteilt, erschlossen, er enthält einige der meistbestiegenen Berge der österreichischen Alpen, und ist von Gebieten intensivster touristischer Nutzung (Ski amadéZell am See–Kaprun) umgeben. Das macht den Nationalpark zu einem weltweit beachteten Experiment der Integration von Anliegen des Naturschutzes und der Nutzung als Erholungsraum, in der ökologischen Zielsetzungen und ökonomischer Basis gleichermaßen nachgekommen wird.[7] Dadurch ist der Nationalpark sowohl im Bewusstsein der ansässigen Bevölkerung wie auch der inländischen und ausländischen Besucher verankert: Das entspricht den Vorstellungen moderner Schutzkonzepte, wie das etwa die Weltnaturschutzunion (IUCN) bei der Klassifizierung ausdrücklich gewürdigt hat.